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Friesentee

Zwischen Flut und Ebbe.

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Wer an Tee denkt, denkt an England. An die Queen, wie sie bei Schnittchen und Keksen ihren Tee schlürft. Oder er denkt an China. An eine Zeremonie, wo der Tee behutsam zubereitet wird und achtsam getrunken wird. Aber nirgendwo auf der Welt wird so viel Tee getrunken wie in Ostfriesland. Serviert wird meist der spezielle Ostfriesentee - traditionell mit einem Schuss Sahne und Kluntje, der weiße Kandis.

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Teekonsum Weltmeister sind allerdings nicht die Engländer und auch nicht die Chinesen. Es sind die oftmals wortkargen und manchmal mürrisch anmutenden Ostfriesen. Pi mal Daumen 300 Liter Tee pro Jahr trinkt dort jeder. Find’ ich heftig. Verwundert also auch nicht, dass die Ostfriesen sich ihren eigenen Tee mischen. Eine Mischung, die aus zehn oder mehr Sorten schwarzen Tees besteht und jedes Jahr aufs Neue sorgfältig zusammengestellt wird.

In der Mischung steckt das Geheimnis und die Kunst des Ostfriesentees. Die Experten der Teehandelshäuser probieren mehrere Hundert Tees einer Ernte. Das Ergebnis ist eine kräftige und ergiebige Teemischung, meist aus den Sorten Assam, Ceylon, Java und Sumatra. Echter Ostfriesentee muss im Land hinter den Deichen gemischt worden sein - sonst ist es nur eine "ostfriesische Teemischung".


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